LK 12 Geschichte
 proudly presents: 

Ergebnisse eines europäischen Geschichtsprojektes

Das Bismarck- Denkmal:

 

 

Beschreibung des Denkmals



Das Bismarck-Nationaldenkmal steht in Düsseldorf auf dem Martin-Luther-Platz. Die Statue ist aus Bronze gefertigt und umfasst eine Höhe von insgesamt sieben Metern. Die Vorderseite des Sockelwürfels trägt die Inschrift „Bismarck“. Das Denkmal zeigt den Reichskanzler in der für ein Bismarckdenkmal typischen Pose. Imponierend steht die drei Meter hohe Figur auf dem Sockel. Das linke Bein ist leicht nach vorn gesetzt und der Blick ist ernst und zugleich würdevoll nach rechts geneigt. Otto von Bismarck trägt einen schlichten Interimsrock der Halbstädter Kürassiere, eine Pickelhaube und in seiner linken Hand ein auf den Boden gestemmtes Schwert. Diese Uniform unterstreicht die Bedeutung des Reichskanzlers, der in beachtlicher Höhe über den Köpfen der Betrachter thront.


 

Zu seiner Rechten am unteren Teil des Sockels befindet eine männliche aus Bronze bestehende Figur, die einen Krieger darstellt. Die Figur sitzt mit nacktem Oberkörper leicht nach vorn gebeugt auf dem Fundament. In seiner rechten Hand hält die Skulptur ein Bündel Eichenstäbe, das die deutschen Staaten symbolisiert. In der anderen Hand umfasst der Krieger ein Schwert, welches zur militärischen Abwehr dient.


 

Links des Reichskanzlers sitzt eine    weibliche Statue, die zu Zeiten  Bismarcks die wachsende Industrie verkörpert. Die bronzene Arbeiterin trägt ein schlichtes Kleid und ihr Kopf ist leicht nach rechts gedreht. Sie stütz sich mit ihrer ausgestreckten rechten Hand auf einem Hammer ab, während die linke Hand in ihre Hüften gestemmt ist. Zu ihren Füßen liegt ein Anker. Einst waren am unteren Teil des Denkmals Wappen der größeren Bundesstaaten angebracht und auf seiner Vorderseite befand sich das Wappen des Hauses Bismarck. Während der Kriegsereignisse und der Umplatzierung des Monuments sind diese jedoch verloren gegangen. Ebenfalls auf dem Martin-Luther-Platz steht das Nationaldenkmal von Kaiser Wilhelm I. Das Bismarck-Denkmal wurde bewusst so platziert, dass sich der Blick des Reichskanzlers auf den Kaiser richtet. Dies erweckt bei dem Betrachter den Eindruck, als sei Bismarck Wilhelm I. untergeordnet.

 

Intention:

Düsseldorf wollte den 80. Geburtstag von Bismarck eindrucksvoll gestallten. Der Düsseldorfer Stadtverordnete und Ingenieur E. Schroedter äußerte als erster den Gedanken zur Erbauung eines Bismarck-Denkmals als „ein Zeichen des unvergänglichen Dankes der jetzt Lebenden und zur dauernden Erinnerung an die Größe des Helden“ zu setzen. Am 19. März 1895 gründete sich der Ausschuss „Vereinigung Düsseldorfer Bürger zur Errichtung eines Bismarck-Denkmals in Düsseldorf“, der von 60 Mitgliedern ins Leben gerufen wurde.

 

Die Wahl des Künstlers:

Die Mitglieder forderten die Künstlerschaft auf, an einem Preisausschreiben für die Errichtung des Bismarck-Nationaldenkmals teilzunehmen. Für die besten Arbeiten war ein Preisgeld von 4000, 3000, 2000 und 1000 Mark ausgesetzt. Bis zu den festgesetzten Zeitpunkt gingen 40 Entwürfe von 36 Künstlern ein. Das Ergebnis war jedoch nicht zufrieden stellend, da keine der Entwürfe die vorgegebenen Anforderungen zu Genüge entsprach. Daraufhin einigten sich die Mitglieder den ersten Preis entfallen zu lassen. Der zweite Preis ging an den Düsseldorfer Bildhauer August Bauer und den Berliner Künstler Johannes Röttger. Für ihren Entwurf mit dem Motto „In patria“ erhielten die zwei Künstler 2000 Mark. Allerdings mussten sie ihren Sockelentwurf ändern, bevor sie mit dem Bau des Monuments beginnen durften.

Das Kaiser- Wilhelm Denkmal:

 

Beschreibung des Denkmals:


 

Das Denkmal stellt Kaiser Wilhelm I. als Feldherrn dar, zu erkennen an seiner Uniform und der Pickelhaube. Er reitet stolz aufgerichtet auf einem mächtigen Ross, um seine und seines Staates Herrlichkeit zu demonstrieren. Begleitet wird er von einer geflügelten Viktoria, der Verkörperung des Sieges (links, siehe Abb. 2), welche an dem Lorbeerzweig in der rechten Hand zu erkennen ist und der Kriegsfurie (rechts, siehe Abb. 2).


 

Am Sockel ist ein Adler mit gespreizten Flügeln zu erkennen, der eine kleine Krone trägt, es handelt sich hierbei um den preußischen Adler, welcher auch später zum Reichsadler wurde. Dieser sitzt auf einer umgestürzten Fahne (siehe Abb. 3). Über ihm hängt ein Lorbeerkranz an einem Gebilde, welches wahrscheinlich ein Wappen darstellen soll, es ist aber nicht mehr zu erkennen. Auf der linken und rechten Seite des Denkmals ist jeweils ein Bild zu sehen, welches die Krönung einer Frau zeigt, wohlmöglich stellt diese die Kriegsgöttin dar, welche als Symbol für den gewonnenen Krieg gegen Frankreich gilt. Diese sitzt auf einem Thron mit Adlerabbildung, welches auf das preußische Wappen hinweist. Sie wird von einem Mann gekrönt, hinter welchem noch vier weitere Personen stehen: zum einen zwei Frauen, die ein Schwert und ein Schutzschild in der Hand halten und zum anderen zwei Männer die gemeinsam weitere Gegenstände tragen. All diese Personen wollen der gekrönten Frau diese Gegenstände überreichen. Unter diesem Gebilde stehen die Jahreszahlen „1870 1871“ geschrieben, ein Hinweis auf den Deutsch-Französischen Krieg (siehe Abb. 4).


 

Am hinteren Ende des Denkmals ist eine Gedenktafel, auf der geschrieben steht: „Dem Begründer Des Deutschen Reiches, Das Dankbare Düsseldorf“. Über dieser Gedenktafel hängt ein Lorbeerkranz. Weiterhin sitzen über diesem Kranz zwei kleine Engel. Zum Schluss ist noch zusagen, dass der Sockel des Denkmals aus poliertem Granit und der Rest aus Bronze besteht. Die Gesamtkosten des Denkmals beliefen sich auf 200.000 Mark.

 

Entstehungsgeschichte des Denkmals:

Im 19. Jahrhundert wurde in Deutschland Patriotismus groß geschrieben. Nicht nur auf Wunsch der Behörden wurden Denkmäler aller aufgestellt. Besonders das Bürgertum bestimmte die Erscheinungsform dieser Denkmäler; die unteren Volksschichten wurden meist ausgeschlossen. Dies war der Ausgangspunk zur Errichtung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals.

Im 19. Jahrhundert wurde in Deutschland Patriotismus groß geschrieben. Nicht nur auf Wunsch der Behörden wurden Denkmäler aller aufgestellt. Besonders das Bürgertum bestimmte die Erscheinungsform dieser Denkmäler; die unteren Volksschichten wurden meist ausgeschlossen. Dies war der Ausgangspunk zur Errichtung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals.

So kam es, dass im Jahr 1888 der Stadt Düsseldorf eine Summe von 6000 Mark, die nach einer Ausstellung in Düsseldorf 1887 überblieb, zur Errichtung des Kaiserdenkmals zur Verfügung gestellt wurde. Hier wurde auch der Patriotismus, der unter den Bürgern herrschte, durch zahlreiche Spenden sehr deutlich. Eine stolze Summe von 200.000 Mark kam zusammen. Nun stand jedoch die schwierigste Frage offen. Diese befasste sich mit Finden eines geeigneten Standortes für das Kaiserdenkmal. An dieser Auseinandersetzung beteiligten sich nicht nur verschiedene Ausschüsse, sondern auch Denkmalkomitees, Stadtvertretung, die Presse und natürlich die Bürgerschaft. Nachdem das Denkmal erst im Jahr 1896 fertig gestellt wurde entschloss man sich letztendlich doch, die Alleestraße als Standort des Denkmals zu bestimmen. In den nächsten 65 bis 85 Jahren änderte sich der Standort des Kaiserdenkmals jedoch  zwei Mal. So steht das Kaiser-Wilhelm-Denkmal seit 1988 auf dem Martin-Luther-Platz Jetzt musste nur noch ein Künstler gesucht werden, der dieses Kaiserdenkmal entwerfen würde. Nach der Findung des geeigneten Platzes  entschied man sich kurz, den Entwurf mit dem Namen „Königsberg-Versailles“, welcher von dem Künstler Karl Janssen entworfen wurde, den ersten Preis zu verleihen, da man sich einig war, dass nur ein Reiterstandbild den imperialen Anspruch Kaiser Wilhelms I. am besten ausdrücken konnte..

 

Absicht:

Das Kaiser-Wilhelm Denkmal sollte, die bestehende Vaterlandsliebe fördern, die zu Lebzeiten Wilhelms im ganzen Land herrschte, denn nach dem Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen zu Anfang des 19. Jahrhunderts und mit der Gründung des Deutschen Bundes um 1815 war fast jeder Deutscher auf der Suche nach einem einheitlichen Deutschland. Doch erst unter der Regierung König Wilhelms von Preußen kam man der Erfüllung des Wunsches nach einem Einheitlichen Deutschland sehr nahe und ihm gelang es letztendlich mit den drei Einigungskriegen, die der von Wilhelm gewählte Ministerpräsident Bismarck in die Wege leitete, diesen Wunsch zu erfüllen. . Dieses Denkmal sollte die Dankbarkeit der Düsseldorfer Bürger gegenüber Kaiser Wilhelm I. ausdrücken, der zum Symbol der von Bismarck vollzogenen Reichsgründung stilisiert wurde.

 

 

Das Ulanendenkmal
in Düsseldorf

 

Beschreibung des Ulanendenkmals:

            

 Das Ulanendenkmal steht am Josef-Beuys-Ufer in Düsseldorf.


Auf dem Muschelkalksockel steht eine ca. 15m hohe Steinsäule welche mit einer Inschrift verziert ist: ,, Der ehrenvollen Erinnerung an das Westfälische Ulanen-Regiment Nr. 5 und seine für das Vaterland gefallen Kameraden 1815-1918 ''


 

Auf der Steinsäule ruht ein Reiterstandbild, welches einen Reiter in einer typischen Uniform des Ulanen- Regiments zeigt. Der Reiter sitzt auf einem Pferd, welches auf seinen Hinterhufen steht.

Der Soldat hält in der rechten Hand eine Lanze und in der linken Hand hält er die Zügel mit welchen er das Pferd gelassen zu kontrollieren scheint. Das Pferd ist in einer kämpferischen Position,

welche vermutlich die Kämpferische Natur und die Standfestigkeit des Ulanen-Regiments veranschaulichen soll. Der Reiter wirkt ruhig und gelassen und sein Blick geht nach links.

Es scheint so als würde dieser starke und stolze Reiter die Umgebung beobachten und bewachen.

So übermittelt uns dieses Denkmal einen Eindruck von Tapferkeit, Stärke und Stolz welche im Ulanen-Reiter vereint sind.

 

 

 Das Ulanenregiment :


 

Das Ulanenregiment Nr.5 wurde am 7. März 1815 gegründet und bestand aus Reitern, die nur mit einer Lanze kämpften.

Da die meisten Offiziere und Soldaten aus diesem Regiment aus Westfalen stammen bekam dieses Regiment am 4. Juli 1859 den ehrenvollen Titel '' Westfälisches Ulanenregiment '' .

Dieses Regiment war an den Feldzügen des Befreiungskrieges 1815 gegen das Kaiserreich von Napoleon 1. beteiligt, 1866 am deutschen Krieg, welcher den Konflikt zwischen Östereich und Preußen beinhaltete, und 1870/71 am Deutsch-französischen Krieg.

Am 1.Weltkrieg nahm das 5. Ulanenregiment auch teil, jedoch nicht nur mit Lanzen bewaffnet.

 

Entstehungsgeschichte und Bedeutung des Denkmals:

 

Nach dem ersten Weltkrieg löste sich das 5. Ulanenregiment auf. Die Ulanen machten es sich jedoch noch zum Ziel für ihre gefallen Kameraden ein Denkmal zu errichten.

Besonders der General Adolf von Norman-Lohshausen und seine Anhänger aus dem Regimentsverband und aus dem Verein der ehemaligen Ulanen machten sich stark für ein Denkmal,

indem sie sich zu einer Denkmalkommission zusammenschlossen, welche bei der Stadtverwaltung nach einem Denkmalplatz fragte.

Als geeigneten Denkmalplatz war zu erst der Hofgarten vorgeschlagen worden, welcher jedoch im Nachhinein vom Hofgarten und Friedhofausschuss ausgeschlossen wurde, da der Hofgarten nicht mit Denkmälern überflutet werden sollte.

So wurde der Ulanen-Denkmalkommission ein Platz am Hofgartenufer zur Verfügung gestellt.

Auf diesem Platz wurde dann das Denkmal-Modell von Prof. Richard Langer gebaut. Zuvor hatte die Ulanen-Denkmalkommission bei verschiedenen Bildhauern Modell-Vorschläge in Auftrag gegeben und sie sind zu dem Schluss zu kommen, dass der Vorschlag von Prof. Richard Langer der würdigste und schönste sei.  Der Bau dieses Denkmals kostete 40.000 Mark.

Diese Summe wurde hauptsächlich durch Spenden von ehemaligen Ulanen-Mitgliedern finanziert. Auf einer Pergamentrolle wurden die Namen der gefallen Ulanen-Mitglieder aufgeschrieben und dann in die Grundsteine des Denkmals eingemauert. Die fertig Stellung dieses Denkmals wurde 1929 gefeiert und diente seit dem als Schauplatz für viele Treffen der ehemaligen Ulanen.

Die damalige Garnisonsstadt Düsseldorf, welche sich stets gut mit ihrem Regiment verstand, schaute mit stolz auf das nun prächtige Denkmal, das die militärische Stärke und den stolz des Westfälischen 5. Ulanenregiment repräsentiert.